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Der Weißrückenspecht als „Urwaldart“

Der Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) gilt als die „Urwaldart“ unter den Spechtarten. Sein Hauptvorkommen in Österreich ist auf die randalpinen Fichten-Tannen-Buchenwaldgebiete der Nördlichen Kalkalpen und ihre Vorberge zwischen Vorarlberg und dem Wienerwald beschränkt. Der Weißrückenspecht ist ein heimlicher und scheuer Bewohner des Waldes. Nur wenige haben das Glück, diese Spechtart im Gelände anzutreffen. In Österreich gibt es in etwa 800 bis 1.500 Weißrückenspecht-Brutpaare. Nach den Naturschutzgesetzen der Bundesländer ist er streng geschützt - eine Gefährdung der Art in Österreich droht. In der Region „Nördliche Kalkalpen“ haben sich VertreterInnen von Schutzgebieten und Waldbesitzer bereit erklärt, in Zukunft verstärkt ein Augenmerk auf den Weißrückenspecht und seine Lebensraumansprüche zu legen.

Der Weißrückenspecht bevorzugt Bergwälder mit hohem Laubholzanteil. Die Rotbuche und der Bergahorn haben eine große Bedeutung für die Anlage von Bruthöhlen sowie für die Nahrungssuche. Ein guter Lebensraum für den Weißrückenspecht zeichnet sich außerdem durch ein hohes Alter der Bäume und dem Reichtum an liegendem und stehendem Totholz aus. Das Totholz bietet dem Weißrückenspecht Nahrung, wozu in erster Linie Bockkäferlarven zählen. Liegende und stehende Buchenstämme ab einem Durchmesser von 20 cm bieten dem Specht die Möglichkeit eine Bruthöhle anzulegen. Besonders attraktive Lebensräume für den Weißrückenspecht befinden sich meist an südexponierten Hängen. Diese sonnigen Hanglagen werden auch von Käfern bevorzugt. Außerdem sind diese Bereiche früher schneefrei.

Die Erhaltung von Buchen-Altholzbeständen und die Förderung der Totholz-Ausstattung des Waldes unterstützen die Schutzbemühungen für diese Art. Auch wenn ein Brutpaar ein Revier von 100 bis 250 ha für die Nahrungssuche nutzt, sind kleinflächige Maßnahmen wichtige Bausteine in der Schaffung eines Netzwerks für den Weißrückenspecht. Denn generell gilt: durch das aktive Belassen von liegendem und stehendem Totholz im Wald profitieren auch andere Arten. Der Alpenbockkäfer ist unter den Holzkäfern eine Leitart für die alten und meist locker bestockten karbonatischen Bergmischwälder. Auch Fledermäuse und Eulen, nutzen alte abgestorbene Bäume als Wohnstätten.

Weitere Informationen zum Weißrückensprecht gibt es in diesem Folder.

 Download Folder Weißrückenspecht

 Download Infofolder Weißrückenspecht
(c) 2014 (4 MB)

 

 

 

 

 

 

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