Natur und Kultur als Potenzial für die Region

Ziele des Projekts:

Das Projekt „Netzwerk Naturwald“ ist eine bundesländerübergreifende Kooperation initiiert durch den Nationalpark Kalkalpen mit dem Nationalpark Gesäuse und dem Wildnisgebiet Dürrenstein. Innerhalb der drei Schutzgebiete ist der vollständige, unbeeinflusste Ablauf natürlicher Prozesse gesichert. Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten reichen diese geschützten Gebiete jedoch nicht aus, um langfristig zu überleben. Pilz
Erst die Möglichkeiten zur Wanderung und zum genetischen Austausch mit anderen Populationen sichern die Artenvielfalt. Für den Wechsel zwischen den Lebensräumen brauchen die Waldbewohner ein funktionierendes Netzwerk aus naturnahen Wäldern. Leider ist dieses nicht mehr überall intakt: Siedlungen, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Verkehrswege wirken vielfach als Barrieren. Zusätzlich gefährdet intensive forstwirtschaftliche Nutzung die verbleibenden Waldflächen und macht diese für viele Arten unbewohnbar. Im Projektgebiet befinden sich einzigartige Naturwälder, die gemeinsam mit der mäßigen Zerschneidung der Lebensräume große Potenziale für die Natur und die Region bieten. Durch die Vernetzung der vorhandenen Lebensräume kann ein für ganz Mitteleuropa bedeutender Biotopverbund geschaffen werden.

Dieser besondere Biotopverbund bietet auch für die Entwicklung der gesamten Region große Chancen. Die Synergien aus einer Verbindung mit der Geschichte des Kulturraums Eisenwurzen, die den Naturraum der Projektregion entscheidend prägte, machen das Potenzial einzigartig. Eisenstrasse

 
Strategien für den Biotopverbund entwickeln und umsetzen

Der ganzheitliche Ansatz des Projekts „Netzwerk Naturwald“ erfolgt auf drei Ebenen:

  • Die Lebensräume, der Schutzgebiete
  • Verbindende Trittsteine
  • Ökologische Aufwertung des Nutzwalds

Die einzigartigen Lebensräume der Schutzgebiete mit ihren jeweiligen Besonderheiten bilden die Basis. Eine verstärkte Zusammenarbeit der Teams der Schutzgebiete soll durch intensiven Wissensaustausch zu noch tieferen Einblicken in die Dynamik der Natur führen.

Die Verbindung der Lebensräume soll durch naturnahe Trittsteinflächen langfristig gesichert werden. Damit wird die Wanderung der Arten unterstützt und der Genaustausch ermöglicht. Das ist die Voraussetzung für den langfristigen Erhalt der Artenvielfalt. In die Auswahl geeigneter Trittsteinflächen fließen auch die Ergebnisse des Projekts „Econnect“ ein.

Ein ökologischer Ansatz in der Forstwirtschaft der Region ist ein weiterer wichtiger Teil eines ganzheitlichen Biotopverbundes. Das Projekt soll Waldbesitzern Hilfestellung geben, wie - teils einfache - Änderungen der Bewirtschaftung den Nutzwald ökologisch aufwerten.

Kooperationsplattform gründen

Um dieses Netzwerk zu realisieren, soll eine bundesländerübergreifende Plattform geschaffen werden: Schutzgebiete, Grundeigentümer, Gemeinden, … Die Plattform soll neue Wege gehen und das einzigartige Potenzial durch die Verbindung des gemeinsamen Natur- und Kulturraumes nutzen.

 

Bewusstsein für die Schätze der Region schaffen

Die teils verborgenen Besonderheiten der Region sollen aufgezeigt, bewusst gemacht und ihnen damit Bedeutung gegeben werden. Denn nur, was uns Menschen etwas bedeutet, schützen wir auch!

 

Potenziale für die Regionalentwicklung aufzeigen

Die Region verfügt über einzigartige Naturschätze und fasziniert mit einem Kulturraum auf dem Niveau eines Weltkulturerbes. Es gilt, die großen und kleinen Faszinationspunkte zu benennen, zu verbinden und damit einen Erlebnisraum mit überregionaler Anziehungskraft zu skizzieren. Die Region könnte hier neue Wege gehen und eine Vorreiterrolle übernehmen.

 

Konkrete Pilotprojekte umsetzen

In diesem Projekt wurden die Grundlagen für den Biotopverbund und dessen Vernetzung mit dem Kulturraum geschaffen. Mit der Umsetzung von Pilotprojekten werden die ersten „Trittsteine“ für die Region auf diesem Weg gelegt:

  • drei Artenprojekte (Weißrückenspecht, Alpenbockkäfer und Fledermaus - Indikatorarten für die Qualität des Waldes als Lebensraum; um neue Einblicke zu gewinnen, Bewusstsein zu schaffen und Potenziale aufzuzeigen)
  • Raumanalyse (identifizieren, der besonders als Trittsteine geeigneten Flächen)
  • Sichern erster Trittsteinflächen (Vertragsnaturschutz)
  • Projekt zur Synergie zwischen dem Biotopverbund und der Regionalentwicklung
Infos zum Projekt:

WeissrueckenspechtFledermaeuseAlpenbockkäfer
Weißrückenspecht...   Fledermaus...            Alpenbockkäfer...

News

Das Weltnaturerbe Österreichs

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Als Pilotregion ausgezeichnet

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Pressemitteilung Netzwerk Naturwald Tag

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Netzwerk Naturwald in amerikanischem Atlas

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Presseinformation zum Planungskonzept

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Der NaturWaldWeg

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Der NaturWaldWeg im Radio

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Der neue Regionsführer Erlebnis Eisenwurzen ist da!

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Der erste Trittstein ist gesichert!

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Das Netzwerk Naturwald Brettspiel macht Vernetzung anschaulich

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Steiermärkische Landesforste sind Netzwerkpartner

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